Projekte 2019

Übersicht der Einzelmaßnahmen, die mit Förderung aus dem Aktions- und Initativfonds im Jahre 2019 umgesetzt wurden.

Ein Trailer des Projektfilms “Kiezglühen – Triff deinen Nachbarn” von UrbanfilmLab
Gegen Rassismus – für Demokratie und Toleranz in Neukölln – eintägiges Fest --> Projektinformation
Neuköllner Geistliche Konzerte – Austausch zwischen Anhängern verschiedener Religionen sowie säkularer Menschen in Neukölln --> Projektinformation
Klangwelt Neukölln – Festival für Musik#Stimme, Begegnungsprojekt und transkulturellen Austausch zwischen Anwohnerinnen / Anwohnern und Geflüchteten -> Projektinformation
Ein Rütliplatz für die Weserstraße – kooperatives Konzipieren und Entwickeln der Umgestaltung und Aufwertung ungenutzter Freiflächen Weserstraße -> Projektinformation
Neuköllner Nachbarinnen” – Ein biografisches Kulturprojekt -> Projektinformation
Kiezglühen – Triff deine Nachbarn -> Projektinformation
Nepia KiezVorbilder -> Projektinformation
Bukow bewegt“ – Workshops Soziales Lernen und politische Bildung anhand jugendkultureller Praxen wie Rap oder YouTube -> Projektinformation
Mikroprojekte

Gegen Rassismus - für Demokratie und Toleranz in Neukölln

Schüler und Schülerinnen des Literaturclubs Campus Efeuweg organisieren ein eintägiges Fest für Demokratie und Toleranz. Angeregt von der eigenen Begeisterung für Literatur ist die Meinungs- und Kunstfreiheit der Ausgangspunkt für die Beschäftigung mit und das Nachdenkens über Demokratie und Toleranz. Verschiedene Standpunkte zu einem friedvollen Zusammenleben von unterschiedlichen Kulturen werden in der Öffentlichkeit zu Ausdruck gebracht.  Aktionen wie eine ‚Wand der Wünsche‘ bieten Raum Statements der Fest-Gäste, ein Bühnenprogramm mit Musikern und Künstlern, die sich gegen Ausgrenzung, Rassismus und Vorurteile wenden, bietet Unterhaltung und Anregung für gemeinsame Gespräche.

Neuköllner Geistliche Konzerte

Zwischen September und November 2019 veranstaltet die Berliner Stadmission im refugio vier Konzerte aus vier Religionen: Islam, Judentum, Christentum, und Buddhismus. Die Konzertreihe mit dem Anliegen, die Gleichwertigkeit aller Religionen zu unterstreichen, wendet sich insbesondere an Menschen aus dem Kiez, denen der berlinweite Treffpunkt für Migranten und Migrantinnen noch nicht bekannt ist.

Diese Konzerte mit einer Einführung in die jeweiligen musikalischen und kulturellen Hintergründe sowie einer gezielten Bewerbung bieten Raum miteinander ins Gespräch kommen und Vorurteile abzubauen. Es geht darum Anlässe für längerfristige zwischenmenschliche Beziehungen zu bieten und gegenseitige Wertschätzung erfahrbar zu machen.

Klangwelt Neukölln – Festival für Musik#Stimme

Das Klangfestival öffnet den Begegnungsraum für alle Anwohner und befördert den Dialog der unterschiedlichen Gruppen, welche im Kiez der Evangelischen Brüdergemeinde zusammenleben. Die  Brüdergemeinde ist eine interreligiöse Begegnungsstätte in Rixdorf. 

Geflüchtete Sängerinnen / Sänger, Berliner Musikerinnen / Musiker mit und ohne Migrationshintergrund stehen gemeinsam auf der Bühne. Der interaktive Ansatz des Festivals animiert das Publikum zur künstlerischen Teilhabe und das zeitliche Format – von 12:00 – 19:00 Uhr - bietet viel Raum zum gegenseitigen Kennenlernen.

Ziel ist es selbstverständliche und alltägliche Diversität, kulturelle Vielfalt und Interreligiösität im Kiez sichtbar zu machen und auch neue Zielgruppen, beispielsweise türkisch- und arabischstämmiger Herkunftskultur, in das Quartierszentrum zu integrieren.

 

Ein Rütliplatz für die Weserstraße - kooperatives Konzipieren und Entwickeln der Umgestaltung und Aufwertung ungenutzter Freiflächen Weserstraße

Es geht um dieAufwertung ungenutzter Freiflächen Weserstraße Ecke Rütlistraße, die bislang oft für das Abladen von Müll und Unrat genutzt werden.

Dies wird gemeinsam und unter Einbeziehen der Bedürfnisse und Fähigkeiten der alteingesessenen und neu zugezogenen Bewohnerinnen/Bewohner sowie Schülerinnen/Schüler, Gewerbetreibende, Basketballspielerinnen/Basketballspieler und andere Akteure (Seniorentreff) erfolgen. Dazu wurden drei Dialog-Veranstaltungen, eine Ankündigungswoche und Zwischen-Treffen organisiert. Anwohnerinnen/Anwohner und Betroffene waren aufgefordert gemeinsam Ideen zu der Frage „Was brauchen wir an diesem Ort?“ zu entwickeln.

Durch die Dialog-Ausrichtung des Prozesses wird eine gemeinsame Rücksichtnahme der unterschiedlichen Zielgruppen füreinander erwirkt. Ziel ist die Stärkung der nachbarschaftlichen Bindung über gemeinschaftliches Interesse am öffentlichen Raum.

"Neuköllner Nachbarinnen" - Ein biografisches Kulturprojekt

Anhand ihrer jeweiligen persönlichen Geschichten arbeiten die Teilnehmenden mit unterschiedlichen Medien und bringen ihr Selbstverständnis als Frau und ihre Werte zum Ausdruck. Dabei steht die Biografie für mehr als das individuelle Leben. Sie ist in gesellschaftlichen, kulturellen und familiären Kontexten verortet. Die Workshopreihe umfasst künstlerische Mindmaps, verschiedene Drucktechniken, biografisches Schattentheater und die Erarbeitung eines großformatigen Gruppenporträts.

Dies partizipatives Kunst-Projekt schafft Räume der Begegnung und des Austauschs, um im direkten Kontakt gegenseitige Vorurteile und Ängste abzubauen, kreativ zu kommunizieren und einander persönlich kennen zu lernen. Die entstandenen Kunstwerke wurden einer breiteren Öffentlichkeit präsentiert und sind Ausdruck von gelebter Vielfalt und Toleranz. Das Vorhaben wendet sich an Frauen verschiedenen Alters, verschiedener Nationalitäten und religiöser bzw. weltanschaulicher Prägungen.

Die gemeinsame Präsentation intensiviert das Zusammengehörigkeitsgefühl. Die Ausstellung an einem Ort, den auch jüngere Neuköllnerinnen und Neuköllner nutzen, verbindet die Generationen. Das Gemeinschaftsbild findet einen Platz an einem öffentlichen Ort des Bezirks.

Kiezglühen - Triff deine Nachbarn

Das Projekt ‚Kiezglühen‘ thematisiert Ideen zur Verbesserung von gesellschaftlichem Zusammenleben, Integration und positiver Stadtraumentwicklung. Die Produktion eines Kurzfilms (7-8 Min.) schafft Begegnungen von den unterschiedlichsten Kiezbewohnerinnen und –bewohnern und dokumentiert Statements zu Konfliktpunkten und Vorstellungen von einem guten Leben im Kiez.

Die Protagonisten des Kurzfilms treffen an unterschiedlichen Orten in Neukölln aufeinander. Bei diesen "Speed-Dates" geht es darum, Berührungsängste und Vorurteile abzubauen und darüber zu diskutieren, wie gemeinsam der Kiez gestärkt und die Aufwertung des Wohnumfeldes so gestaltet werden kann, dass alle davon profitieren. Verschiedene Perspektiven und das Potenzial, welches Neukölln aufgrund seiner großen Diversität hat, werden sichtbar. Mit den unterschiedlichen Drehorten werden gleichzeitig die Kieze vorgestellt.

Die abschließende Diskussionsveranstaltung fördert Partizipation und Vernetzung. Die Besucherinnen und Besucher haben sich  im Anschluss an die Filmpräsentation bei einem Live-"Speed-Dating" in wechselnden 2er-Konstellationen über den Film und das Leben in ihren Kiezen ausgetauscht.

Nepia KiezVorbilder

Das Projekt „nepia KiezVorbilder“ ermutigt Jugendliche dazu, Verantwortung für jüngere Schülerinnen und Schüler in ihrem Kiez zu übernehmen und so als positives Vorbild zu dienen.

Die Kiez-Vorbilder werden zuerst in demokratischen und partizipativen Methoden geschult. Dabei stehen Akzeptanz von Vielfalt sowie um Diskriminierungsformen und -erfahrungen im Fokus. Begleitet durch eine freiwillige, erwachsene Person leitet ein Team von zwei Jugendliche wöchentlich ein Gruppenangebot für Grundschulkinder.

Durch die Übernahme von Verantwortung stärken die Jugendlichen wiederrum ihr Selbstwertgefühl und ihre sozialen Kompetenzen.

Ziel ist die Förderung von Empathie und Konfliktfähigkeit sowie der Ausgrenzung anhand (vermeintlicher) nationaler oder ethnischer Merkmale entgegen zu wirken, Solidarität zu etablieren und die an den Gruppenangeboten teilnehmenden Grundschulkinder in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu unterstützen.

Bukow bewegt

Das Projekt „Bukow bewegt“ stärkt die sozialen Kompetenzen der Kinder und Jugendlichen der Gemeinschaftsunterkunft Gerlinger Straße, thematisiert die Diskriminierung zwischen den Gruppen aus verschiedenen Ländern und befördert einen Austausch unter Pädagoginnen. In den Herbstferien 2019 fanden in der Einrichtung 9 Workshops mit dem Ziel der Sensibilisierung der Kinder und Jugendlichen in Bezug auf Gender und Rassismus sowie Empowerment durch jugendkulturelle und mediale Erlebnisse. Soziales Lernen und politische Bildung werden anhand jugendkultureller Praxen wie Rap oder YouTube vermittelt. Dabei entstandt ein gemeinsam erstelltes mediales Produkt entsprechend den Wünschen der Kinder und Jugendliche, die so die Erfahrung von Selbstwirksamkeit machen.